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In diesem Artikel gehen wir der Frage nach: machen Zusatzschlösser tatsächlich Sinn oder kann man sich das Geld vielleicht sogar sparen. Die Einbruchszahlen steigen in vielen deutschen Regionen an, die Kriminellen rüsten technisch und logistisch auf. In vielen Fällen benötigen sie nur noch wenige Sekunden zum Öffnen von Türen oder Fenstern.

Die Sicherheitsbranche hat das Problem erkannt und rüstet mit adäquater Technik nach. Guter Einbruchschutz lässt sich übrigens auch mit Fördergeldern finanzieren. Die KfW gibt den Hausbesitzern zehn Prozent zur Investitionssumme für einbruchssichere Fenster oder Türen dazu.

Wie wichtig sind die Sicherungsmaßnahmen?

Prinzipiell ist kein Gebäude absolut einbruchsicher zu bauen, doch Kriminelle scheuen den hohen Aufwand, den erstklassige Sicherungssysteme verursachen. Sie suchen sich lieber leichtere Opfer.

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Wenn ein Einbruch mit Lärm, einem hohen Zeitaufwand oder schwerer physischer Gewalt verbunden wäre, würden diese Faktoren das Risiko für die Einbrecher deutlich erhöhen. An diese Fakten können Mieter und Eigentümer anknüpfen. Technische Sicherungsmaßnahmen schrecken Täter ab, schon der Verweis auf eine Alarmanlage ist für sie ein Grund, die Wohnung zu verschonen. Auch ohne diesen Hinweis beenden laut Polizeistatistik rund ein Drittel der Täter ihren Einbruchsversuch, wenn sie zusätzlich gesicherte Schlösser feststellen.

Die Kombination aus mechanischem und elektronischem Schutz gilt als sehr bewährt. Das angemessene Verhalten schützt Eigentümer und Mieter ebenfalls. Zusätzlich zu den getroffenen Schutzmaßnahmen müssen die Bewohner Fenster und Türen verschließen, den Alarm einschalten und mit den Nachbarn ein gutes Netzwerk knüpfen, denn gegenseitige Aufmerksamkeit hat auch schon manchen Schaden verhindert.

Gute Zusatzschlösser für Türen

Türen können mit Zusatzschlössern, einem Scharnierseitenschutz, Bändern und Wandverankerungen zusätzlich geschützt werden. Bei den Türschlössern sind Einsteck- und Zylinderschlösser mit Mehrpunktverriegelung empfehlenswert.

Der Schließzylinder muss verschiedenen Angriffsszenarien standhalten. Er darf sich weder mit Gewalt noch mit falschen Schlüsseln überwinden lassen. Diese Anforderungen erfüllen einbruchhemmende Zylinderschlösser nach der DIN 18251 (2002), Klassen 4 und 5. Im Test für sehr gut befunden wurde das ABUS TKZ40 mit integrierter Panikfunktion. Auch Schließzylinder mit Sicherungskarte verhindern, dass jemand einen Nachschlüssel herstellen kann, wenn er den Originalschlüssel gefunden oder entwendet hat. Die Stiftung Warentest testete solche Schlösser und kürte das BKS Janus, Version 45 zum Testsieger.

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Bei den Schutzbeschlägen schnitt der Abus HLZS sehr gut ab. Ein Sperrbügel zum Zusatzschloss erhöht nochmals die Sicherheit, er wird in der Mauer verankert und kann damit ein schwaches Türband ausgleichen. Besonders gut fällt der Einbruchschutz mit gepanzerten Querriegeln aus, die eine Tür gleichzeitig auf ihrer Band- und Schlossseite sichern sowie zusätzlich das Türblatt stärken. Ein Querriegelschloss ist von außen erkennbar, das schreckt Einbrecher ab.

Der Testsieger unter diesen Schlössern war bei Stiftung Warentest das Abus PR2700, das zudem sehr preiswert ist. Nicht zu vernachlässigen ist die Scharnierseitensicherung, die bei außen anliegenden Bändern erforderlich ist. Türen könnten sonst aufgehebelt werden. Mit „SEHR GUT“ schnitten bei Stiftung Warentest das Abus TAS 112 und das Ikon 9M08 ab.

Fazit: Man kann sagen, dass es durchaus Sinn macht sich ein gutes Schloss zusätzlich einzubauen. Empfehlenswerte Zusatzschlösser müssen nicht zwangsweise teuer sein und bieten trotzdem einen hohen Schutz gegen Einbruchversuche!