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Ratgeber: Rauchmelder für Alarmanlagen

Rauchmelder für Alarmanlagen

Rauchmelder für Alarmanlagen (Bild: olympia-vertrieb.de)

Ein Rauchmelder gehört zu den wichtigsten Gefahrenmeldern und sollen vor dem Tod durch Feuer und durch das Einatmen von Rauch schützen. Seit dem 1. Januar 2017 haben alle 16 Bundesländer die Ausstattung mit Rauchwarnmeldern für Neubauten und umfangreiche Umbauten gesetzlich festgelegt und geregelt. Inzwischen gilt also für Eigentümer von Häusern und Wohnungen eine Nachrüstpflicht. Dazu reichen natürlich auch Rauchmelder aus dem Baumarkt oder dem Discounter für 5 – 10 Euro. Noch viel besser sind natürlich vernetzte Systeme für Smarthome oder Alarmanlagen.

Wie funktioniert ein Rauchmelder?

Der Rauchmelder sendet ein Alarmsignal, wenn eine geringe Konzentration an Rauch registriert wird. Bei einem Feuerausbruch sendet der Rauchwarnmelder an die Alarmanlagenzentrale ein Signal. Die Alarmzentrale warnt durch das Ertönen der Sirene. Dadurch können Sie sich und Ihre Familie in Sicherheit bringen. Gerade im Schlaf warnen die Gefahrenmeldern vor lebensgefährlichen Rauchvergiftungen, die zum Tode führen können.

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Grundsätzlich gibt es drei Arten von Rauchmeldern, welche wir hier jetzt kurz vorstellen:

photoelektrischer Rauchmelder

Der photoelektrische Rauchmelder oder auch foto – optischer Rauchmelder genannt, ist von allen Arten am häufigsten im Einsatz. Der Warnmelder arbeitet nach dem Streulichtverfahren, nach dem klare Luft fast kein Licht reflektiert. Befinden sich allerdings Partikel in der Luft, die durch Rauch verursacht wurden, so wird der Infrarotstrahl der Diode in der Rauchkammer des Melders gebrochen und gestreut. Der jetzt zerstreute Lichtstrahl trifft dadurch nun auf einen Sensor, welcher einen Alarm auslöst bzw. die Alarmmeldung an die Alarmanlagenzentrale weiterleitet. Da der Sensor ansonsten keine Lichtstrahlen empfangen darf, wird dieser im inneren des Rauchmelders so verbaut, dass er keine äußeren Lichtquellen empfangen kann. Nur so können Fehlalarme durch äußeren Lichteinfluss vermieden werden. Der foto-optische Rauchwarnmelder kommt perfekt in Schlaf- und Kinderzimmern zum Einsatz, da dort meist mit einem Schwelbränden gerechnet wird. Durch einen Schwelbrand entstehen relativ große und helle Rauchpartikel, welche gut erkannt werden können.

Thermooptischer Rauchmelder

Der Thermo-optische Rauchmelder funktioniert nach dem Prinzip eines fotooptischen Rauchmelders. Allerdings verbindet er diese Funktion noch mit der Funktion eines Wärmemelders auch Hitzemelder genannt. Durch die Kombination werden optische Rauchkonzentrationen und auch Temperaturänderungen der Umgebung festgestellt. Die Temperaturänderungen werden mittels einem Heißleiter ermittelt. Ein Heißleiter misst den Stromfluss bei unterschiedlichen Temperaturen. Bei niedrigen Temperaturen leitet der Strom schlechter, als bei hohen Temperaturen.
Bei einem schnellen Temperaturanstieg wird eine Veränderung der Stromleitfähigkeit festgestellt. Zur Sicherheit der Messergebnisse sind meist 2 Heißleiter verbaut. Erst wenn beide eine besser Stromleitung feststellt und damit eine höhere Temperatur, wird ein Alarm ausgelöst bzw. der Alarmzentrale eine Mitteilung gemacht.
Somit vereint der thermooptische Rauchmelder beide Eigenschaften in einem Gerät. Es wird eine Rauchkonzentrationen gemessen und auch ein Temperaturanstieg. Dieser Gefahrenmelder kann z.B. gut in Werkstätten oder Küchen eingesetzt werden.

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Ionisationsrauchmelder

Die Ionisationsrauchmelder werden mittlerweile nur noch in Sonderfällen eingesetzt. Das liegt an deren Technik. Die Ionisationsmelder arbeiten mit einem radioaktiven Strahl und können dadurch kaum reflektierende Rauchpartikel erkennen. Da diese Geräte als Sondermüll entsorgt werden müssen, sind die Auflagen für deren Einsatz sehr streng.

Tipps zur Einrichtung eines Rauchmelders bei einer Alarmanlage

Ein Rauchwarnmelder sollte im Betrieb in einem Alarmsystem im 24-Stunden-Modus geschaltet sein. Das bedeutet, dass der Rauchwarnmelder auch bei einer deaktivierten Alarmanlage funktioniert und bei einer Rauchdetektion die Alarmfunktion der Alarmzentrale aktiviert. Nur so besteht ein Schutz vor lebensgefährlichen Rauchvergiftungen im Brandfall.



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