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Einbruchhemmende Rollläden, lohnt sich das Geld für eine Umrüstung?

In diesem Artikel erklären wir Euch im Detail ob sich einbruchhemmende Rollläden lohnen oder ob man sich den Kauf sparen kann. Einbrecher verschaffen sich oft Zugang über ein Fenster, das die Hausbewohner mit einem Rollladen vermeintlich gesichert hatten. Dieser bietet aber als Standardvariante längst nicht den erhofften Schutz, denn meist genügt das einfache Hochschieben, um ihn als Hindernis zu überwinden. Eine Rollladensicherung kann ihn hingegen effektiv sichern. Eigenheimbesitzer sollten ihre Rollläden übrigens nur nachts schließen. Tagsüber locken heruntergezogene Rollläden die Einbrecher erst recht an.

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Wie sicher sind Standardrollläden?

Standardrollläden sichern ein Fenster nicht, sie verfügen über keine einbruchhemmende Wirkung. Ihre Funktion besteht lediglich darin, vor der Sonne und vor unerwünschten Blicken zu schützen. Standardrollläden lassen sich aber mit Zusatzsicherungen ausstatten, die ein einfaches Hochschieben verhindern. Ein weiteres Problem ergibt sich allerdings aus ihrem Material: Sie bestehen meistens aus Aluminium oder Kunststoff. Beide Materialien lassen sich leicht verbiegen.

Geprüfter Einbruchschutz mit einbruchhemmenden Rollläden

Empfohlen werden von Sicherheitsexperten und der Polizei der Einbau einbruchhemmender Rollläden, die durch unabhängige Institute auf ihre Effizienz geprüft wurden. Bei der praxisgerechten Einbruchprüfung untersucht man die gesamte Konstruktion mit Führungsschienen, Hochschiebesicherung und Rollpanzer, die nirgendwo Schwachstellen aufweisen darf. Die folgenden fünf Eigenschaften kennzeichnen einbruchhemmende Rollläden:

Qualität schützt vor Einbrechern

  • Material mit hoher Widerstandsklasse: Das Material des Rollladens muss eine bestimmte Widerstandsklasse aufweisen, damit es einen Einbruch wirklich hemmt. Aluminium gehört nicht zu diesen Materialien, es gibt jedoch Rollladenstäbe aus Metall, die sehr robust sind und einer der sechs Widerstandsklassen RC1-6 entsprechen. RC6 leistet den höchsten Widerstand, die Polizei empfiehlt mindestens RC2.
  • Führungsschiene mit Verstärkung: Eine verstärkte Führungsschiene erhöht deutlich die Einbruchssicherheit, sie kann nicht so einfach demontiert werden.
  • Rollkastenschutz: Auch ein Rollkasten kann so konstruiert sein, dass er nicht auszuhebeln ist.
  • Sperre gegen Hochschieben: Das Hochschieben des Rollladens ist der Klassiker bei einem Einbruch. Der normale Rollläden lässt sich einfach und mit wenig Kraft nach oben schieben, doch es gibt dagegen wirksame Sperren.
  • Schutz vor Herausreißen: Einbrecher versuchen auch, einen Rollladen herauszureißen. Das verhindert ein verstärkter Schlussstab. Er ist so robust, dass er zusätzlich Wetterschäden verhindert. Auch bewirkt er einen relativ guten Schallschutz.

Auch bei einem einbruchhemmenden Rollladen ist die Qualität maßgebend. Erstklassige Hersteller lassen ihre Produkte regelmäßig von Prüfstellen untersuchen. Nach der DIN EN ISO/IEC 17065 akkreditierte Zertifizierungsstellen sind etwa die ift Rosenheim GmbH, die PfB GmbH & Co. aus Stephanskirchen und die Kölner VdS Schadenverhütung.

Gute einbruchsichere Rollläden gibt es beispielsweise von Heydebreck. Ihr Bullit besteht aus doppelwandigen, rollgeformten Edelstahlprofilen mit extrem harter Gießharzfüllung. An jedem Stab gibt es eine kohlefaserverstärkte, doppelt verschraubte Sicherheits-Arretierung. Die Endleiste weist ein Verstärkungsprofil auf (stranggepresstes Aluminium mit Stahlkern), Spezial-Aufhängeprofile verhindern das Hochschieben. Die Widerstandsklasse beträgt RC3, der Bullit wurde durch das ift Rosenheim nach EN 1627 zertifiziert.

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Die Firma Wiral stellt den Safe “D” ebenfalls in der Klasse RC3 vor, dessen stranggepresstes Aluminium-Hohlkammerprofil mit der Isoliervollausschäumung hohen Schutz bei gleichzeitig vielseitigen Einsatzmöglichkeiten verspricht. Selbstverständlich gibt es noch mehr solcher Rollläden, diese Beispiele sollen nur Grundzüge der Konstruktion aufzeigen.

Einbruchhemmende Rollläden: fachgerechter Einbau und Nachrüstungen

Der fachgerechte Einbau des Rollladens ist natürlich ausschlaggebend, damit er seine Sicherheitsfunktion erfüllt. Die Hersteller liefern hierzu genaue Anleitungen und bieten vielfach die Montage durch eigene Fachkräfte an. Das ist durchaus zu empfehlen.

Wer nun die Investition in einen vergleichsweise teuren einbruchhemmenden Rollladen scheut und vielleicht auch nicht so ein hohes Sicherheitsbedürfnis hat, kann einen Standard-Rollladen nachrüsten, wenn er aus stabilem, biegfestem Material wie Metall besteht. Ein Kunststoffrollladen lässt sich kaum zusätzlich sichern. Nachträglich lassen sich Klemmsicherungen gegen das Hochschieben anbringen, auch die Rollkästen können Hausbesitzer verstärken. Darüber hinaus lassen sich eine stabile Hochschiebesperre, eine verstärkte Führungsschiene und ein verstärkter Schlussstab integrieren.